RĂŒckkehr des Schwarze LotusblĂŒte Systems: ZĂ€hmung untreuer mĂ€nnlicher Hauptrollen
WARNUNG: DIESES BUCH IST AB 18
Heena streckte sich auf dem warmen Sand und nippte an ihrem Kokosnusswasser. Endlich, Frieden. Keine intriganten Heldinnen, keine grĂŒblerischen mĂ€nnlichen Hauptrollen â nur sie und der Ozean.
âHEENA! MUTTER! ICH HABE DICH GEFUNDEN!â
Ihr Augenlid zuckte. Nicht jetzt.
Ăber dem Strand schwebte ein goldener Löwe mit funkelnden FlĂŒgeln.
âSystem 547â, sagte sie mit zusammengebissenen ZĂ€hnen. âIch bin im Urlaub.â
âAber die Welten brechen zusammen! Die mĂ€nnlichen Hauptrollen drehen durch! Die Bösewichtinnen sterben! WeiĂe-Lotus-Heldinnen ruinieren alles!â
âNicht mein Problem.â
âDu bist die Schwarze LotusblĂŒte! Nur du kannst das in Ordnung bringen!â
âGenau deshalb verdiene ich einen Urlaub.â
âKeine Regeln! Ohrfeige sie, verfĂŒhre sie, verbĂŒnde dich mit der Bösewichtin â alles ist erlaubt!â
Heena nippte an ihrer Kokosnuss. âWenn ich ja sage, dann dreifache Punkte, seltene GegenstĂ€nde aus jeder Welt und danach sechs Monate Urlaub.â
âAbgemacht! Alles!â, rief der Löwe und wedelte mit dem Schwanz.
Heena stand auf und klopfte sich den Sand ab. âSchön. Zeig mir diese kaputten mĂ€nnlichen Hauptrollen.â Ihr Grinsen war gefĂ€hrlich.
.
.
.
Das Portal warf Heena auf kalten Marmorboden. Ihr wurde schwindelig, als fremde Erinnerungen sie ĂŒberfluteten.
Kaiserin Celeste Ravencourt.
FĂŒnf EhemĂ€nner.
Ein sterbendes Reich.
âGroĂartigâ, murmelte Heena. âIch bin die Bösewichtin.â
Ein winziger goldener Löwe erschien neben ihr. âWillkommen in Welt 12! Du bist mit fĂŒnf mĂ€chtigen MĂ€nnern verheiratet, die dich alle hassen. Sie treffen sich heute Abend, um dich zu vergiften und stattdessen die Heldin zu krönen.â
âLass mich ratenâ, seufzte Heena. âWeiĂe LotusblĂŒte?â
âLady Seraphina. SĂŒĂ, freundlich, vom System unterstĂŒtzt. Sie sind alle in sie verliebt.â
Heena rieb sich die SchlÀfen. Der Körper war schwach, ausgehungert, erschöpft. Kein Wunder, dass Celeste so leicht starb.
âSchönâ, sagte sie und legte den schweren Schmuck ab. âDiese Kaiserin ist tot. Ich nicht.â
Sie wÀhlte ein schlichtes dunkles Kleid, band ihre Haare hoch und trat vor ihr Spiegelbild. Die Traurigkeit verschwand. Selbstvertrauen trat an ihre Stelle.
Beim Abendessen warteten fĂŒnf MĂ€nner â kalt, mĂ€chtig, tödlich gut aussehend. Krieger, Priester, GenerĂ€le, Spione. Jeder von ihnen wollte sie loswerden.
Wein wurde in ihr Glas gegossen.
Vergiftet. Offensichtlich.
Sie beobachteten sie genau.
Heena hob das Glas und lÀchelte leicht.
âAuf einen Neuanfang.â
Sie trank alles aus.
Die Stille zerbrach.
Nichts geschah.
Ihre Gesichter verĂ€nderten sich â Schock, Angst, Unglaube.
Heena lehnte sich zurĂŒck, ruhig und lĂ€chelnd.
âNunâ, sagte sie sanft, âwer von euch dachte, es wĂ€re so einfach, mich zu töten?â