Die Luna, die er nie wollte
In meinem früheren Leben habe ich mich mit meinem Schicksalsgefährten, Alpha Byron, verbunden. Kurz darauf versuchte seine erste Liebe, Cassia, sich mit einer silberbeschichteten Klinge das Leben zu nehmen und entging nur knapp dem Tod. Diese Tragödie entfachte bei Byron ein Jahrzehnt des Hasses gegen mich.
Ich war eine pflichtbewusste Luna und ertrug still seine kalte Gleichgültigkeit.
Doch alles, was ich je von ihm erhielt, waren eisige Blicke.
"Ich wünschte, du wärst es gewesen."
Aber als Abtrünnige angriffen, fing er einen verfluchten Dolch ab, der für mich bestimmt war, und brach vor meinen Füßen zusammen.
Als er sterbend in meinen Armen lag, nutzte er seine letzte Kraft, um meine tröstende Hand wegzustoßen.
"Althea", flüsterte er, "wenn das Schicksal uns doch nur nie zusammengezwungen hätte..."
Bei seiner Beerdigung waren die Älteste des Rudels untröstlich.
"Byron, das ist alles unsere Schuld."
"Wir hätten dich nicht zu einer Bindungszeremonie mit Althea zwingen sollen."
"Wenn wir nur deinen Wunsch respektiert und dir erlaubt hätten, mit Cassia zusammen zu sein, wäre es vielleicht anders gekommen."
Fast alle gaben mir die Schuld an seinem Tod.
"Der Alpha hat dich dreimal gerettet. Er hat dir alles gegeben."
"Warum bringst du ihm nur Unglück?"
Jeder bereute es, meine Bindung mit Byron unterstützt zu haben. Sogar ich bereute es.
Schließlich beendete ich unter großen Schmerzen mein eigenes Leben mit einem silbernen Dolch zu Füßen der Statue der Mondgöttin.
Aber die Mondgöttin gab mir eine weitere Chance und erlaubte mir, vor unserer Bindungszeremonie wiedergeboren zu werden.
Dieses Mal beschloss ich, ihm seinen Wunsch zu erfüllen und ihm das Glück zu gönnen, nach dem er sich sehnte.